62 Kilometer, 52 Minuten
Von Reichshof aus brauche ich knapp eine Stunde nach Leverkusen. Das liegt außerhalb meines anfahrtsfreien Umkreises, eine Kilometerpauschale kommt also dazu. Ich schreibe das hin, weil ich es für fair halte, den Aufwand offen zu benennen, statt ihn später einzupreisen.
Und ich halte den Weg trotzdem für sinnvoll: Wer in einem Betrieb mit zwölf oder dreißig Leuten etwas verändern will, muss den Betrieb gesehen haben.
Was das für KMU in Leverkusen bedeutet
Leverkusen hat keine Innenstadt, sondern mehrere. Wiesdorf, Opladen und Schlebusch haben je eigene Zentren mit eigenem Einzelhandel, eigenen Handwerksbetrieben, eigener Stammkundschaft — und das Stadtgebiet reicht vom Rheinufer bis in die ersten bergischen Hügel. Für einen kleinen Betrieb heißt das: Ihr Einzugsgebiet ist oft der Stadtteil, nicht die Stadt.
Das verschiebt den Schwerpunkt. Wichtiger als große Automatisierung ist meist, dass Anfragen schnell beantwortet werden, dass Angebote raus sind, bevor der Kunde beim nächsten anruft, und dass die eigenen Texte im Netz beschreiben, was Sie tatsächlich machen. Was ich mir zuerst ansehe: Was schreiben Ihre Leute immer wieder neu — und was bleibt regelmäßig bis zum Wochenende liegen?